Kitesurfreisen im Winter! Die besten Kitespots von November bis März

03.11.2019 08:34

Spätestens im Oktober - nachdem die ersten Herbststürme den windlosen Sommer abgelöst haben - und die Temperaturen das erste Mal unter die 10 Grad Grenze sinken, denkt jeder Kitesurfer unweigerlich an ferne Strände mit viel Wind, warmem Wasser und viel Sonne. Die Winterflucht beschäftigt Jahr für Jahr zahlreiche Kitesurfer und es werden immer mehr. Immer mehr Sportler, die auch im Winter ihrer Lieblingsbeschäftigung - dem Kitesurfen – nachgehen wollen und bei besten Bedingungen neue Tricks erlernen wollen, machen sich auf die Suche nach coolen Kitesurf Destinationen.

Wer eine Kitereise tut, der hat meist auch ganz klare Vorstellungen wie es am Kitespot aussehen soll. Dabei sind die meisten auf der Suche nach täglichem Starkwind und zudem Flachwasser. Die Summe dieser beiden Anforderung in Kombination mit warmen Temperaturen und womöglich auch noch warmen Wasser, schränkt die Auswahl der Kitespot bereits massiv ein.
In diesem Beitrag stellen wir euch einige Kitesurf Reiseziel für den europäischen Winter vor und scheuen uns nicht, auch die negativen Seiten der Kitespots zu nennen.

strapless freestyle kitesurfer

Kitesurfen in Brasilien

Beinahe jeder Kitesurfer landet früher oder später einmal in Brasilien. Konstanter, starker Passat Wind und eine unvergleichliche Auswahl an verschiedenen Kitespots und Bedingungen machen Brasilien zum Hotspot von Juli bis Januar. Je nördlicher sich der Spot befindet, umso mehr wird der Passatwind auch noch thermisch unterstützt und verstärkt. Mit einer Windsicherheit von beinahe 100% und 25 bis 35 Knoten aus Ost bis Südost ist Brasilien im Herbst bis in den Winter hinein wohl das beste Ziel für reisehungrige Kitesurfer.

Längst vorbei sind die Zeiten als Jericoacoara - kurz Jeri - noch ein Geheimtipp war und die spiegelglatten Flachwasser Lagunen nicht von Dutzenden Kitern aus aller Welt und einigen Pro Kitesurfern belagert waren. Dennoch bietet Jeri mehr Freizeitmöglichkeiten und Flair als die meisten Orte in Brasilien.

Mit dem zunehmenden Tourismus nehmen leider auch Überfälle und Taschendiebstähle zu. Ein weiterer negativer Punkt sind die steigenden Preise in Restaurants und Unterkünften in den Kitesurf Hotspots.

Kitesurfen in Südafrika

Spätestens Ende Januar oder Anfang Februar, wenn der Red Bull King of the Air am südafrikanischen Bloubergstrand mit Blick auf den Tafelberg abgehalten wird, träumt jeder Kitesurfer davon, einmal über diese Kickerwellen zu brettern und sich wie Ruben Lenten hoch hinaus in die Lüfte zu schießen. Am Kap der guten Hoffnung beginnt die Windsaison im November, wenn sich der Frühling im Land bemerkbar macht, die Landschaft grün ist und die Lufttemperatur auch tagsüber nach einem Sweater verlangt. Die besten Windmonate sind Dezember bis Ende März. In diesen Monaten weht der sogenannte Cape Doctor, ein Trade Wind, direkt aus der Antarktis. Eine Hochdruckwetterlage baut den Südostwind über den Tag auf und lässt diesen gegen 16.00 Uhr seinen Höhepunkt erreichen. An guten Tagen erreicht der Cape Doctor mehr als 40 Knoten und legt zugleich dem Tafelberg ein Tischtuch aus Wolken auf. Der Southeaster, wie ihn die Südafrikaner auch nennen, kommt am Bloubergstrand sideshore von links und lädt zu kilometerlangen Downwindern ein.

Die Region um Kapstadt bietet Kitesurfern soviel Abwechslung wie keine andere Destination. Egal ob Actionsport, Sightseeing, Flachwasserbedingungen oder Kicker Wellen für Big Air - in und um Kapstadt findest du alles. Auch kulinarisch kommt jeder auf die Kosten und das ganze auch noch zu recht günstigen Preisen.

Und dennoch ist Südafrika keine Pauschalempfehlung für alle Kitesurfer, denn wer einen gemütlichen Strandurlaub mit gelegentlichen Kitesessions sucht, der wird sich in Kapstadt nicht wohl fühlen. Direkt am Bloubergstrand finden sich weder luxuriöse Urlaubsresorts noch Jetskis für Rescue im Ernstfall, zudem fühlt sich der fliegende Sand am Strand recht unangenehm an, wenn der Cape Doctor erst einmal loslegt. Leider steigt auch die Kriminalität in Südafrika und man sollte sich stets informieren in welchen Gebieten es sicher ist und wo man sich Nächtens besser nicht aufhalten sollte.

Kitesurfen im Winter in Tarifa

Die besten Windmonate für Tarifa sind zwar nicht im europäischen Winter, allerdings bietet die kleine Stadt im Süden Spaniens auch in den Wintermonaten eine gute Windstatistik und zudem günstige Preise. Die Flüge kosten kaum etwas, die Preise für Mietautos sind äußerst günstig und die Flugzeit beträgt nur wenige Stunden. Mit etwas Glück hat man auch im Dezember oder Januar tagsüber 20 Grad und zudem Wind. Im Winter ist auch an den Stränden Ruhe eingekehrt und genügend Platz am Wasser. Wer also eine günstige Winterflucht zum Kitesurfen sucht, der sollte einen genauen Blick auf Tarifa werfen.

Kitesurfen in der Dominikanischen Republik

Wer lieber in der Karibik kitet, der ist von Januar bis März in der Dominikanischen Republik gut aufgehoben. Warme Luft- und Wassertemperaturen rund ums Jahr und viel Wind - dafür sorgt der Passatwind aus östlicher Richtung. Dabei baut sich der Wind am Vormittag auf und erreicht seinen Höhepunkt am frühen Nachmittag. Einer der Hauptorte ist Cabarete. Längst kein Geheimtipp mehr und die Heimat von zahlreichen Pro Kitesurfern wie dem CrazyFly Teamrider Posito Martinez und Naish Teamrider Adeuri Corniel.

Die Bedingungen vor Ort reichen von kabbeligen Freeride Spots bis hin zu guten Wellenspots und auch Flachwasser Lagunen wie La Boca befinden sich in der Nähe von Cabarete. Die Unterkünfte sind erschwinglich, die Restaurants international, einzig einen Flug von Europa direkt nach Puerto Plata zu ergattern ist im Moment etwas schwierig, da viele Fluggesellschaften diese Flüge ersatzlos gestrichen haben. Der alternative Flughafen auf der Karibikinsel heißt Punta Cana, wer dorthin fliegt muss allerdings eine mehrstündige Busfahrt vom Flughafen nach Cabarete auf sich nehmen.

Kitesurfen auf den Philippinen

Warmes Wasser, sommerliche Temperaturen und jede Menge Wind, das findest Du auf der philippinischen Insel Boracay. Von Dezember bis März wirst Du diese Kombination fast täglich erleben. Dann ist der Bulabog Beach das Zuhause von zahlreichen Kitesurfern. Doch Boracay ist nicht nur das Ziel für windhungrige Europäer, eine Vielzahl an Asiaten, Neuseeländer oder Australier haben die kleine Insel ebenfalls für ihren Weihnachtsurlaub auserkoren. Das ist auch der Grund warum sich die Insel während der stillen Zeit in eine Party Hochburg für internationales Publikum verwandelt. Es gibt Unterkünfte für alle Budgets und unzählige Restaurants, einzig die Anreise von Europa aus dauert etwas länger.

Kitesurfen im Winter

Diese Auflistung ist natürlich nur ein kleiner Auszug an tollen Kitespots für den Winter! Wir möchten Dir damit eine Inspirationsquelle für künftige Kitesurfreisen bieten! Für den Fall, dass du Fragen zur Ausrüstung für die jeweiligen Kite Destinationen hast, kannst Du Dich jederzeit vertrauensvoll an das KITELADEN Team wenden.


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