Kitesurfen in Österreich - Kitespots, Windbedingungen und Sonder Regelungen

09.02.2020 03:19

Zugegeben: Österreich ist nicht die erste Destination, welche Dir in den Sinn kommt, wenn Du an Kitesurfen denkst! Mit Recht denkst Du, doch wir sehen das anders! Wer in Österreich mit dem Kite aufs Wasser will, muss sich eingehend mit den verschiedenen Kitespots und den Wetterverhältnissen beschäftigen. Österreich hat keine großen Küstenlinien mit breiten Stränden und jeder Menge Platz zum Starten und Landen von Kites. Österreich ist die Heimat von zahlreichen Binnenseen, welche teilweise von Bergen umringt, gänzlich in Privatbesitz sind und eine bewaldete Uferlinie aufweisen. Doch Berge können sich sehr wohl positiv auf den Wind auswirken und eine lokale Thermik oder einen Düseneffekt bilden, aber denselben auch blockieren. Darum ist es für Kitesurfer in Österreich essentiell, den Wind, das Wetter und den jeweiligen Kitespot genau zu kennen, um einschätzen zu können, welcher Kitespot bei welchem Wetter funktioniert. Eingekesselt von den Bergen kommt es auf die Ausrichtung des Sees (Nord-Süd, Ost-West) an, welche Windrichtung funktioniert.

Hier findest Du zahlreiche Kitespots in Österreich und wir erklären Dir wann welcher Spot funktioniert und wie Du diesen am einfachsten findest.

Kitespots in Österreich

Wenn Du in Österreich Kitesurfen willst und dabei an die Alpenseen in Salzburg oder Tirol denkst, solltest Du bereits Kitesurfen können und sicheres Höhelaufen beherrschen. An diesen Seen sind die Start- und Landeplätze meist sehr klein und die Einstiege oft felsig. Es gibt kein Stehrevier und nur in seltenen Fällen findest Du einen unbewaldeten Notausstieg. Einzig der Neusiedlersee im österreichischen Burgenland bietet ein großes Stehrevier und Bedingungen für alle Könnerstufen. Der Neusiedlersee bietet wohl auch die besten Bedingungen, um Kitesurfen in Österreich zu erlernen, denn es gibt zahlreiche Kiteschulen und auch einige Verleihstationen für Kitesurf Ausrüstung.

Kitespot Traunsee Rindbach

Kitesurfen am Neusiedlersee

Wie bereits erwähnt ist der Neusiedlersee ein Steppensee und liegt in etwa 45 Minuten südlich von Wien. Für die österreichische Hauptstadt ist der Neusiedlersee eines der großen Naherholungsgebiete und lockt von Frühling bis Herbst Tausende von sonnenhungrigen Tagesausflüglern, aber auch unzählige Kitesurfer an den Steppensee. Die einheimischen Kitesurfer nennen den Neusiedlersee übrigens liebevoll „Gatschlackn“, was etwa so viel bedeutet wie Sumpfpfütze und das nicht ganz zu Unrecht. Der sumpfige Untergrund und die geringe Wassertiefe von maximal zwei Metern lässt zwar ein riesiges Stehrevier entstehen, aber es färbt das Wasser auch leicht bräunlich. Die Uferlinie des Neusiedlersees verläuft übrigens zum Teil auch über ungarisches Staatsgebiet und der ungarische Name für den Neusiedlersee lautet „Fertő“, was übersetzt so viel wie Sumpf bedeutet. Der breit bewachsene Schilfgürtel am Ufer des Neusiedlersees ist die Heimat von unzähligen Vögeln und weite Teile davon stehen unter strengem Naturschutz.

Kitespot Podersdorf

Der Kitespot in Podersdorf ist wohl der am besten ausgebaute Kitespot in Österreich und funktioniert bei Winden aus Nord und Nordwest - dies ist auch die häufigste Windrichtung im Jahresverlauf am Neusiedlersee. Die Windrange bewegt sich dabei von leichten Foilwind bis zu Orkanstärke. Die Windvorhersage ist nicht allzu aussagekräftig und kann stark abweichen. Vor allem vor oder nach einem Wetterumschwung kann der Wind am Neusiedlersee unerwartet auffrischen. Wenn Du zum ersten Mal in Podersdorf zum Kitesurfen bist, dann sprich mit einem Kitelehrer an einer der Stationen, die helfen Dir gerne weiter und sagen Dir, ob der Wind noch stärker wird.

Die inzwischen großzügig ausgebaute Start- und Landefläche am Kitespot in Podersdorf beheimatet auch mehrere Kiteschulen und Verleihstationen, welche sogar Speisen und Getränke sowie sanitäre Einrichtungen anbieten.

Um in Podersdorf am Nord-Nord Strand Kitesurfen zu können, musst Du neben der Tageskarte auch ein nummeriertes und auf Deinen Namen registriertes Shirt kaufen und beim Kitesurfen tragen. In den vergangenen Jahren gab es zahlreiche Probleme mit Kitesurfern, welche die Schwimmzonen oder die Schilfzonen missachtet haben. Da weder die Behörden noch Aufsichtsorgane die Kitesurfer stellen konnten, wurde die Shirtpflicht oder wie es die Locals nennen „Leiberlpflicht“ eingeführt. Seitdem hat sich vieles verändert und die Verstöße sind weniger geworden.

Neben dem Kitespot am Nord-Nord Strand kannst Du als Gast des Strandcamping Campingplatzes auch dort Deinen Kite starten, die Shirtpflicht gilt aber auch dort und der Campingplatz erhebt eine zusätzliche Gebühr bei der Einfahrt für jeden Kitesurfer.

Kitespot Breitenbrunn

Breitenbrunn ist der richtige Kitespot, wenn es Südwind am Neusiedlersee hat. Leider unterliegt auch dieser Spot einer Spezialregelung und so müssen Kitesurfer - egal ob Tagesgäste oder Saisongäste - beim Kitesurf Verein gemeldet sein und dort auch Mitgliedsgebühr bezahlen. Dies dient dazu, den Besitzer der Liegenschaft vor einer Haftung zu bewahren und das Kitesurfen zu reglementieren.

Der Start- und Landeplatz am Spot kann an guten Tagen durchaus voll werden und in den Bäumen verheddern sich immer Leinen beim Starten und Landen. Bist Du in Breitenbrunn erstmal auf dem Wasser erwartet Dich fast unendlich viel Platz in Luv. Hinter den Schilfinseln finden die Freestyler perfekte Flachwasser Bedingungen und die Freerider unendlich viel Platz. Die geringe Tiefe des Neusiedlersee macht diesen Spot nicht zum perfekten Foilspot, denn je nach Wasserstand sollte Dein Foilmast nicht länger als 60 bis maximal 85 cm sein.

In Breitenbrunn direkt am Kitespot findest Du ebenfalls eine Kiteschule und Verleihstation für Material. Sanitäre Einrichtungen und Restaurants sind zumindest von Frühjahr bis Herbst geöffnet. Infos zur Mitgliedschaft des Kitesurf Vereins in Breitenbrunn findest Du hier!

Kitespot Podersdorf Neusiedlersee

Kitesurfen am Traunsee

Der Traunsee liegt in Oberösterreich ziemlich genau in der Mitte zwischen Salzburg und Linz - im Norden befindet sich die Stadt Gmunden und am Südende die kleine Ortschaft Ebensee. Doch der etwas verschlafene Ort Ebensee hat eine Besonderheit, die sich nicht auf den ersten Blick erkennen lässt und es zieht Kitesurfer, Windsurfer, Segler und - nicht zu vergessen - ungeahnt viele Foiler an das Südende des Traunsees. Die Rede ist von einer gut ausgeprägten Schönwetter Thermik.

Kitespot Rindbach

Die Schönwetter Thermik funktioniert bei einer stabilen Hochdruckwetterlage oder einfacher gesagt an sonnigen Tagen mit einer leichten Strömung aus Nord bis Ost und manchmal bei Südost. Dabei saugen die Hänge im schmalen Tal südlich von Ebensee die kalte Luft über dem See an und lassen einen Wind zwischen zwei bis maximal 5 Beaufort entstehen. Je größer der Temperaturunterschied von Tag und Nacht in den Frühlings- oder Herbstmonaten ist, desto stärker entwickelt sich der Wind. Der Wind beginnt im Frühjahr um ca. 11 Uhr und weht bis 15 Uhr und in Ausnahmefällen auch länger. Je näher der Sommer rückt, desto später setzt die Thermik ein und in den Sommermonaten wird diese zunehmend schwächer.

Der Kitespot besteht aus einer abgegrenzten Start- und Landewiese, doch die Onshore Bedingungen und der nicht vorhandene Stehbereich setzen auch hier ein sicheres Höhelaufen voraus. Der Spot dient auch den Badegästen als Anlaufziel und beinhaltet einen ausgeschilderten Schwimmbereich. Da die Wassertemperaturen selten mehr als 20 Grad erreichen, ist der Traunsee nicht allzu beliebt bei Badegästen.

Ein kleines Restaurant und sanitäre Einrichtungen sind ebenso vorhanden wie zahlungspflichtige Parkplätze und eine kleine Anzahl an Stellplätzen für Campingfahrzeuge.

Kitespot Traunkirchen

Bei den Locals bekannt unter dem Namen „Frühwind“ ist der Name auch Programm. Dieser Wind ist nicht ganz einfach vorauszusagen und weht in den frühen Morgenstunden. Kitesurfer und Windsurfer bauen meist noch im Dunkeln auf und gehen mit der Morgendämmerung aufs Wasser. Es ist ein unvergleichliches Erlebnis im Schatten des Traunsteins zu Kiten und den Tag mit einer ordentlichen Brise zu beginnen. Die Kitesurfer bauen auf einer winzig kleinen Wiese auf, der vorhandene Platz reicht gerade für eine Handvoll Kiter und eine Leinenlänge aus. Wer am Traunsee bei Frühwind kiten will, muss ein fortgeschrittenes Level mitbringen. An diesem Spot gibt es keinen Platz für Fehler.

Der Wind entsteht in der Regel vor oder nach einem Wetterumschwung und kann nicht zu 100% vorausgesagt werden. Die Locals stehen morgens um 4 Uhr auf und sehen sich die Wetterwerte an oder schlafen direkt am Spot in einem Campervan.

Kitesurfen am Wallersee

Im Salzburger Alpenvorland zwischen Neumarkt im Osten und Seekirchen im Westen liegt der Wallersee. Aufgrund seiner Ost-West Ausrichtung funktioniert der Wallersee zum Kitesurfen am besten bei Ostwinden oder auch aus West bis Südwest. Westliche Winde sind hier oft sehr böig und es lohnt sich nicht immer, an diesen Spot zu fahren. Der Wallersee hat keinen ausgewiesenen Kitespot und deshalb ist der See in den Sommermonaten auch den Badegästen vorbehalten. Die Uferlinie ist ziemlich stark bewachsen oder in Privatbesitz und bietet nicht allzu viele Möglichkeiten, um seinen Kite zu starten.

Kitespot Seekirchen

Zeigt die Wind Forecast Ostwind an, so ist der Hauptspot das Strandbad in Seekirchen. Ostwind ist vor allem im Frühjahr und im Herbst eine der häufigsten Windrichtung in dieser Gegend. Der Wind weht dann in Seekirchen Onshore und die Kitesurfer gehen mit dem Kite in der Luft über den Steg raus und müssen von der ersten Sekunde an Höhe fahren. Links vom Steg gibt es einen kleinen Ausstieg, doch der Rest des Ufers ist entweder verbaut oder mit einem breiten Schilfgürtel versehen. Aus diesem Grund eignet sich auch dieser Spot nicht für Kitesurf Anfänger.

Sobald Badegäste das Strandbad in Seekirchen besuchen, herrscht ein absolutes Kiteverbot. Das Strandrestaurant ist während der Sommermonate geöffnet und sanitäre Einrichtungen sind ebenfalls vorhanden. Die Benützung der Parkplätze ist gebührenpflichtig.

Kitespot Fenninger Spitz

Kitespot ist etwas übertrieben. Eigentlich ist Kitesurfen hier nur geduldet, weil die Betreiber des Campingplatzes die Kitesurfer beim Eintritt zur Kassa bitten. Der kleine Strand bietet je nach Wasserstand gerade genügend Platz, um ein paar wenige Kites aufzubauen. Um die Leinen auszulegen bewegt man sich schon unter den Bäumen und beim Starten steht der Kitesurfer ebenfalls unter den Bäumen. Wie Du Dir denken kannst, ist dieser Spot auch nicht für Kitesurf Anfänger geeignet. Luftwalzen befördern regelmäßig Kites in die Baumkronen, sobald Du diesen am Ufer in den Zenit stellst.

Das ist der einzige Kitespot am Wallersee, der für Ostwind auch während der Sommermonate zugänglich ist. Doch auch hier haben die Badegäste Vorrang.

Kitespot Neumarkt

Kommt der Wind aus West oder Südwest so heißt der beste Spot zum Kitesurfen am Wallersee Neumarkt. Als Start- und Landeplatz dient das Strandbad, doch auch hier ist das Kitesurfen lediglich außerhalb der Badesaison möglich und geduldet. Ähnlich wie an den anderen Kitespots rund um den Wallersee ist auch in Neumarkt das Ufer bewachsen und der Platz spärlich. Der Wind kommt Onshore und Stehbereich ist keiner vorhanden. Es gibt ein Restaurant, welches aber außerhalb der Badesaison meist geschlossen oder nur am Abend geöffnet hat.

Aufgrund der Wassertiefe und der eher leichten Winde eignet sich der Wallersee hervorragend als Spot für Kitefoiler! Dieser Spot ist für Kitesurf Beginner nicht zu empfehlen.

Kitesurfer am Wolfgangsee

Kitesurfen am Mattsee

Der Mattsee liegt in etwa 25 Minuten nördlich von Salzburg und ist einer der schönsten Seen in dieser Gegend. Im Sommer bei Sonnenschein schimmert das Wasser türkisgrün und lässt Dich unweigerlich an die Karibik denken. Das Ufer ist Großteils in privater Hand und sehr bewachsen. Trotz einer groß angelegten Initiative der lokalen Kitesurf Community war es leider nicht möglich eine Vereinbarung mit der Gemeinde zu treffen, um einen offiziellen Kitespot am Mattsee entstehen zu lassen.

Kitespot Strandbad Mattsee

Am Mattsee herrschen ähnliche Bedingungen wie am Wallersee. Am Mattsee kannst Du allerdings nur Ostwind kiten und dies auch nur außerhalb der Badesaison, denn das Strandbad bietet die einzig freie Start- und Landefläche. Am Ufer ist der Wind etwas böig und bietet aufgrund des Leeseitigen Hügels gerne Luftwalzen, die den Kite unvorhergesehen zum Abstürzen bringen. Vorsicht ist auch bei einer aus Stein gebauten Umrandung des Schwimmerbereichs vor dem Strandbad geboten. Diese befindet sich knapp unter der Wasseroberfläche und ist je nach Wasserstand nicht augenscheinlich zu erkennen. Die Wassertiefe des Mattsee ist für Kitefoiler geeignet. Der Wind weht im Strandbad in Mattsee Onshore, Bodydraggen und sicheres Höhelaufen ist Voraussetzung, um am Mattsee Kitesurfen zu gehen.

Kitesurfen am Wolfgangsee

Der Wolfgangsee zwischen Strobl im Süden und St. Gilgen im Norden ist bei Windsurfern, Kitesurfern und Seglern sowohl beliebt als auch gefürchtet. Bei den richtigen Bedingungen kommen hier Starkwind Fans auf ihre Kosten. Wie kein anderer See in der Gegend zieht der Wolfgangsee Windsportler aus allen Lagern in seinen Bann. Doch die Bedingungen sind nicht einfach und bringen Gefahren mit sich. Wer am Wolfgangsee Kitesurfen möchte, der benötigt kleine Kites und ein gutes Gespür für Wind und Wetter.

Kitespot Gamsjäger

Etwa 4 Kilometer südlich von St. Gilgen Richtung Strobl befindet sich ein kleiner öffentlicher Badeplatz links neben der Straße kurz vor dem Gasthaus Gamsjaga. Hier versammeln sich die lokalen Kitesurfer, wenn ein Wetter Umschwung bevorsteht. Der Wolfgangsee mit seiner geografischen Ausrichtung ist der einzige See im Salzkammergut, wo der Nordwest Wind einfallen und den See innerhalb weniger Minuten von null auf hundert katapultieren kann. Windstärken bis zu acht oder neun Beaufort sind hier keine Seltenheit. Die Kitesurfer beobachten das Wetter sehr genau und wissen genau wann es soweit ist. In der Regel baut jeder Kiter mehrere Kitegrößen auf, weil es sich im Vorfeld niemals genau sagen lässt, wie stark der Wind wehen wird. Es ist ein unvergleichliches Schauspiel, wenn der Wind von St. Gilgen aus auf den kleinen Kitespot zurast, dabei das Wasser aufwühlt und mit einer Gischt versieht. 6m² Kites sind hier keine Seltenheit und der Startplatz ist kaum vorhanden. Der Platz reicht gerade für eine Leinenlänge aus und die Felsen am Ufer sind äußerst gefährlich. Dieser Wind hält am Wolfgangsee maximal zwei bis drei Stunden und verliert recht schnell an Stärke, deshalb musst Du rechtzeitig am Ausstieg zurück sein, um nicht retour zu schwimmen.

Mit dem Wetterumschwung gehen oft Gewitter mit Donner und Blitzen einher - bei diesen Bedingungen empfiehlt es sich, auf die Kitesession zu verzichten.

An manchen dieser Tage kommt einige Stunden vor der tatsächlichen Kaltfront ein Wind auf, welchen die Locals „Druckwelle“ nennen. Das ist das eigentliche Highlight, doch diesen Wind zu erwischen ist äußerst schwierig, nicht zuletzt weil die Druckwelle mit Badewetter einhergeht und der Startplatz keine Möglichkeit bietet, einen Kite zu starten. Für Kitefoiler ist der Wolfgangsee tief genug und die leichte Sommerthermik „Brunnwind“, welche an manchen Sommertagen entsteht, reicht aus, um eine gemütliche Sommersession bei angenehm warmen Temperaturen zu haben.

Am Kitespot Gamsjaga gibt es öffentliche Toiletten und kostenpflichtige Parkplätze. Das Restaurant Gamsjaga hat das ganze Jahr über geöffnet.

Kitesurfen am Mondsee

Der Mondsee etwas östlich des Wolfgangsees liegt etwa 25 Minuten außerhalb der Stadt Salzburg im Bundesland Oberösterreich. Die Form des Sees ist übrigens für die Namensgebung verantwortlich. Er grenzt am Südufer an zwei Bundesländer und drei Ortschaften und ist im Sommer das Anlaufziel für zahlreiche Touristen aus aller Welt. Das Südufer ist es auch, wo sich die Kitesurfer im Frühjahr und Herbst treffen. Der Wind heißt „Nebelwind“ und ist ähnlich wie die Thermik am Traunsee eine regionale Besonderheit.

Kitespot Mondsee

Nebelwind Zeit ist, wenn im Frühjahr oder Herbst eine östliche Windrichtung herrscht, ein schöner Tag im Anmarsch und der Attersee mit Nebel bedeckt ist. Bei diesen Bedingungen entsteht am Südufer ein regionaler Thermikwind, der durch einen Düseneffekt verstärkt an manchen Tagen bis zu sechs Windstärken erreicht. Der Wind weht dann durch das Tal vom Attersee zum Mondsee und bringt den Nebel mit sich, an manchen Tagen ist der Nebel so stark, als dass man nur wenige Meter weit sehen kann.

Es gibt keinen offiziellen Spot und Kitesurfen ist am Mondsee ausschließlich geduldet. Am Südufer befinden sich allerdings mehrere Startplätze, wovon allerdings keiner an einen richtigen Kitespot erinnert oder nur ansatzweise soviel Platz bietet. Am meisten Platz finden Kitesurfer an einem öffentlichen Kieselstrand, der halb unter der Bäume genügend Platz zum Aufbau und Leinenauslegen bietet. Der Wind weht hier Sideshore und geübte Kiter können hier den Kite alleine im Wasser starten bzw. landen. Der Wind beginnt je nach Jahreszeit zwischen 10 und 11 Uhr und weht für ca. zwei oder drei Stunden bevor er zunehmend schwächer wird.

Kitesurfen am Achensee

Der Achensee zwischen dem Ort Achenkirch im Norden und Maurach am Südende ist ein Alpensee auf 900 Metern Seehöhe. Die Wassertemperaturen des Achensees erreichen selbst im Sommer kaum die 20 Grad Marke, doch das von Bergen umringte Panorama macht den Achensee auch für Kitesurfer zu einem besonderen Erlebnis. Um am Achensee Kitesurfen zu dürfen, ist es Pflicht bei der Achensee Schifffahrt einen sogenannten „Wimpel“ zu erstehen und diesen auch gut sichtbar am Kite zu befestigen. Dafür ist eine Kitelizene oder ein entsprechender Schulungsnachweis vorzuweisen.

Kitespot Uferstraße

Um an diesem Kitespot starten zu dürfen, musst du zusätzliche Mitglied beim örtlichen Kiteverein KCA sein, es gibt allerdings auch Tageskarten für Nichtmitglieder des Kiteclubs Achensee. Leider hat es in der Vergangenheit einige Probleme gegeben, die den Kite Club zu diesen Maßnahmen bewegt haben. Der Kitespot befindet sich auf halber Höhe zwischen Achenkirch und Maurach und ist neben dem Radweg platziert. Der Wind weht hier etwas konstanter und wird durch einen Düseneffekt leicht verstärkt. Der Start- und Landeplatz ist begrenzt, daher bittet der Kite Club Achensee auf eine platzsparende Lagerung der Kites an Land.

Der Wind ist thermisch und weht aus nördlicher Richtung. Damit die Thermik einsetzt, ist eine stabile Hochdruckwetterlage und ein Grundwind aus nördlicher Richtung nötig. Kommen diese Bedingungen zusammen, kannst Du gegen 13 Uhr mit Wind rechnen, der für mehrere Stunden anhält. Ebenso wie der Wolfgangsee wird auch der Achensee vor einer Kaltfront mit einem stürmischen Wind belüftet, doch diese Bedingungen sind ausschließlich den Profis vorenthalten.

Kitespot Seespitz

Die Windbedingungen sind ähnlich wie am Kitespot Uferstraße doch der Start- und Landeplatz für Kites ist etwas großzügiger bemessen. Im Uferbereich befinden sich unterhalb der Wasseroberfläche einige Bäume und Äste, hier ist äußerste Vorsicht geboten.

unhooked Kitesurfer am Neusiedlersee

Kitesurfen am Bodensee

Die Hauptwindrichtungen am Bodensee sind Nord bis Nordwest und Wind aus dem Osten. Leider gibt es am Bodensee sehr strenge Beschränkungen und seit 01. November 2019 gilt für den Winter ein generelles Kiteverbot, das bis Mitte Mai bestehen bleibt.

Kitesurfen in Kärnten

Kärnten bietet zwar jede Menge Badeseen, aber kaum Wind, um auf den Seen zu kiten. Nur in wenigen Ausnahmen ist es den Locals vorbehalten die raren Bedingungen zu nutzen. Falls Du nach Kärnten in den Urlaub fährst, kannst Du getrost Deine Kitesurf Ausrüstung zu Hause lassen.

Kitesurfen in der Steiermark

Die Steiermark ist ebenfalls keine Heimat von Kitesurf Spots, die steirischen Kitesurfer fahren zum Kitesurfen entweder an den Neusiedlersee oder zu verschiedenen Kitesurfspots in Italien.

Kitesurfen in Wien

Die österreichische Bundeshauptstadt Wien ist die Heimat eines kleinen, aber feinen Kitesurfspots direkt inmitten der Stadt. Bei Nordwest oder Südost Wind kannst Du direkt auf der Donauinsel auf einem Seitenarm der Donau Kitesurfen gehen. Platz zum Aufbauen Deines Kites ist genügend vorhanden und die Anfahrt ist selbst mit der U-Bahn zu bewältigen. Natürlich ist der Platz am Wasser nicht ganz so weitläufig wie am Neusiedlersee, aber für eine Feierabend Session reicht es allemal.

Wo ist Dein liebster Kitespot in Österreich, hinterlasse uns einen Kommentar, welche Erfahrungen Du beim Kitesurfen in Österreich gemacht hast!


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